Großer Tripp in die Wildnis!

Ach Monika, wem sagste das? Wenn ich ein Jahr zurückdenke, dann konnte ich mir das glaub ich auch noch nicht vorstellen hier zu leben und good old Germany hinter mir zu lassen … wenn ich zwei Jahre zurückdenke, dann wollte ich noch nichtmal hierher kommen … NIEMALS … aber so kanns einem gehen, wenn man einfach mal ins kalte Wasser springt und sich etwas ansieht, das man noch nichtmal sehen wollte.

Mit der Uni, an der ich jetzt anfange gings mir genauso… Ich wollte nicht zu dem Infotermin und dann auch noch ne Mappe anfertigen mit 20 Werken … als hätt ich sonst nichts zu tun (haha) … Naja, aber tuste Mama mal den Gefallen, dachte ich, sie gibt sich immer sone Mühe und sucht die ganzen Informationen raus … setzte dich da halt hin und lässt dir eine Stunde lang ein Ohr abkauen … hab sogar noch nen Kumpel mitgenommen … falls es langweilig wird! Und was ist am Ende dabei rausgekommen???? Ich fand es mega genial was die da machen … habe rausgefunden, dass es genau das ist, was ich machen will, habe mich rangesetzt und die Mappe angefertigt und habe dabei auch noch Spaß gehabt … hab dann noch am Probestudium teilgenommen und wurde tatsächlich genommen … alles dank Mama und weil ich mir doch wieder etwas angesehen habe, worauf ich eigentlich gar keine Lust hatte.

So, nun zum heutigen Tage: Mein Wecker hat schon wieder so früh geklingelt …  Und um 9:00 sollte es auch schon losgehen zu “The Wilds”. Mike hat zwei Strecken rausgesucht, die wir fahren könnten, eine anderthalb Stunden und kurvig und eine 2 Stunden und gerade … wir hatten letztes Jahr 1-2 Tripps, wo entweder Lily, oder ich, oder am Besten noch wir beide extrem Probleme hatten mir den langen Fahrten und uns sehr schlecht wurde … Lily kotzte meist ins Auto … ich habs immer noch auf irgendein Klo geschafft … Aber Teresa wollte die kürzere Strecke fahren … ich musste aber dann vorne sitzen und Lily bekam ihre komischen Armbänder um. Los ging die Fahrt …

Es war wirklich extrem kurvig, aber so lange ich vorne durch die Windschutzscheibe nach draußen guckte ging es… Irgendwann dachte ich alles sei in Ordnung, ich kann gucken wohin ich will … also guckte ich nach unten und fummelte irgendwas an meinem Gurt rum …. *uuuuuueeeee* das war nicht gut, prompt war mir schlecht … also schaute ich den Rest der Strecke stur geradeaus aus dem Fenster … einfach stur geradeaus!

Irgendwann kamen wir an eine Kreuzung und Mike fragte Teresa, die die Karte hatte, ob wir da lang müssten … es war die 83, sie sagte aber zuvor, dass unsere nächste Abbiegung nach links sei auf die 284 … Also fuhren wir weiter geradeaus …. ca. … was heißt ca.? Genau 8 Minuten lang, ich hab auf die Uhr geschaut! Dann sagte Teresa: “Ich glaub wir sind zu weit gefahren!” … also drehten wir um und fuhren wieder 8 Minuten zurück bis zu der Stelle, wo wir hätten abbiegen müssen … VERZÖGERUNG!!!

Als wir endlich ankamen war ich froh und dachte “Jetzt ab in den Bus, 1,5 Stunden fahren und dann wieder ab nach Hause!” Das klingt jetzt so, als hätte ich nicht mitgewollt … ich wollte mit, aber ich wollte nicht so viel Zeit damit verbringen, vor allem wollte ich nicht so lange Auto fahren und immer das Gefühl haben, dass mir gleich schlecht werden könnte. Mein Trick, damit nicht viel passieren kann war nämlich einfach NICHTS zu essen … ist doch logisch oder? Wo nichts ist, kann auch nichts kommen ;-)

Wir setzten uns also in diesen Bus, aber der brachte uns erstmal nur den Berg hoch, wo Mike dann Tickets kaufen musste. Dann mussten alle nochmal aufs Klo und erst dann konnten wir in den richtigen Bus einsteigen und die Tour beginnen. Wir fuhren also in das abgezäunte Gelände und schon stoppte der Bus … auf der rechten Seite … natürlich auf der rechten Seite, denn ich saß ja links … waren Bären im Wasser …. gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz weit weg … Okay, dachte ich … ganz weit weg … Bären …

Dann gings weiter und der Fahrer erklärte, dass da im nächsten See Nashörner sein … Pfffff … ich hab keins gesehen …. Ich begann mich zu wundern ob ich heute überhaupt noch ein Tier aus der Nähe sehen würde oder ob sie im Fernseher tatsächlich größer zu sehen sein würden.

Aber dann gings schon los … ein paar Meter weiter stampften drei Nashörner neben unserem Bus rum und fraßen Gras … und dann Kamele und so weiter und so weiter … plötzlich hielt der Bus an und es hieß “Hier könne sie rumlaufen und Picknick machen ….. blablabla” und ich dachte nur “Wie???? Aussteigen???? Ich will gar nicht aussteigen, ich dachte wir bleiben die ganze Zeit im Bus….!” Und dann wurde es erst lustig. Lily und Addison haben Crocks … diese Gummischuhe mit Löchern … die Beiden etwa 2-3 Nummern zu groß sind …. ratet mal welche Schuhe sie an hatten ….. Na klar, genau die eben beschriebenen. Löcher und zu groß!!! Na dann ratet jetzt mal auf was für nem Untergrund wir bergab laufen mussten? Pfff … Wiese … das wär doch zu easy …. Sand? Auch noch Kickikram ….. kleine Kieselsteine … die nicht nur durch die Löcher alle drei Minuten in den Schuhen verschwanden, sondern die unter kleinen Kinderfüßchen anscheinend auch noch den Effekt haben, den Murmeln unter unseren Füßen hätten. Also ging es die ganze Zeit “Ich hab Steine im Schuh” … Schuh ausziehen, Steine raus, Schuh wieder an …. AUSRUTSCH … Stein im Schuh, Schuh aus, Stein raus, Schuh wieder an ….  AUSRUTSCH … Stein im Schuh, Schuh aus, Stein raus, Schuh wieder an …. Das war ein Spaß … Irgendwann hatten die Kids dann davon auch die Nase voll und wollten getragen werden … na klar, nichts lieber als das …

Zurück im Bus … Hach, endlich durchatmen … Achtung Ansage vom Fahrer: “Hallo, mein Name ist Ronny, ich werde euch jetzt die nächsten 5 Minuten bis zu eurem nächsten Stopp begleiten!” …. Ey Ronny, willst du mich verarschen? 5 Minuten nur? Dachte ich ….. aber es waren nicht mal 5 Minuten und schon ging es wieder raus … und dieser Stopp versprach noch um einiges länger zu dauern … denn dort war eine kleine Hütte, mit Ventilatoren und vielen Tischen, wo wir dann ausgiebig Lunch aßen bevor wir uns dann noch die Leoparden und die Füchse ansahen, um dann noch aufs Klo zu gehen … alle natürlich und dann erst wieder zurück in den Bus stiegen … oyyyyyyyyyyyyy

Das war dann aber die letzte Strecke der Tour, ein Blick auf die Uhr verriet, dass es schon 13:45 war … und die neue aufmunternde Ansage “Ich begleite Sie auf der letzten Teilstrecke unserer Tour, die von jetzt an ungefähr noch eine Stunde dauern wird!” *waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas* Okay, meine Planung war fürn Arsch … 15 Uhr zu Hause … total unrealistisch …

Die Kinder hatten längst genug. Kelsey war fast nur noch am Brüllen, Addison schlief auf Mikes Schoß fast ein und Lily waren die Tiere von da an ziemlich egal … sie wollte nur noch rumalbern … Den nächsten Stopp ließen wir dann zum Glück aus, denn wir waren die Einzigen im Bus und von uns waren alle geschafft …

Bevor es zum Auto ging, wurde man natürlich nochmal am Souveniershop rausgelassen, wo wieder alle aufs Klo gingen … und dann ging es runter zum Auto … 15 Uhr oder so war Abfahrt …

Needless to say … wir hatten dann natürlich auf dem letzten Stück bevor es wieder auf die Autobahn nach Athens ging einen LKW vor uns, der nur halb so schnell fuhr, wie erlaubt war …

Als wir zu Hause ankamen, war ich völlig geschafft, aber froh zu Hause zu sein, ohne irgendwelchen “Car Sickness” Trouble auf dem langen Tripp gehabt zu haben …

Also, alles in Allem ist der Park wirklich schön, wenn man Zeit mitgebracht hat, auf dem Weg dorthin und zurück nicht befürchten muss “krank” zu werden und wenn die Kids ein wenig älter sind, es ist doch ganz schön anstrengend, das Rumlaufen, genauso wie das Busfahren! Aber ich bin froh, dass ich mitgwesen bin, denn ich bin ja hier um Zeit mit den Kids zu verbringen und mit Lily habe ich heute jede Menge Zeit verbracht …

1 Antwort auf “Großer Tripp in die Wildnis!”

  1. Monika Hinkel sagt:

    Hi Jessie,
    habe erst heute (am 07.07) Deinen Bericht vom
    Wildtierpark gelesen. Ausflüge mit Kleinkindern
    sind immer anstrengend, es passieren unterwegs
    Dinge, mit denen man überhaupt nicht rechnet.
    Doch wie schon vorher mal gesagt, wenn nix passiert, hat
    man auch nix zu erzählen.
    Übrigens, die Fotos sind super.
    Herzliche Grüße
    Monika

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